Unser diesjähriges Pfingstturnier fand vom 22.05. bis 25.05.2026 auf unserer Reitanlage an der Zillertalstraße statt und stellte erneut einen wichtigen Höhepunkt in unserem Vereinsjahr dar. An mehreren Turniertagen konnten wir zahlreiche spannende Prüfungen im Dressur- und Springbereich austragen und gemeinsam mit Reiterinnen und Reitern, Gästen und Helfern ein sportlich sehr gelungenes Wochenende erleben.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war für uns die Zusage des Kreisreiterverbandes Dortmund, im Rahmen unseres Traditionsturniers erstmals Qualifikationsprüfungen für die neu aufgelegten Championate des Kreisreiterverbandes auszurichten. Diese Auszeichnung freut uns sehr und unterstreicht die sportliche Bedeutung unseres Turniers innerhalb der regionalen Reitsportlandschaft.
Einen ausführlichen Pressebericht zu unserem Pfingstturnier findet ihr außerdem hier:
https://www.bochum-journal.de/2026/05/26/reitturnier-bochum-nord-kreismeisterschaft/
Helen Brandts erfolgreiches WM-Debüt

Was für eine besondere Premiere für Helen Brandt: Bei den FEI World Championships Aachen 2026 ging unsere Reiterin erstmals bei einer WM an den Start – und kehrte mit Team-Silber und Kür-Bronze nach Hause zurück. 🥈🥉
Der Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich.
Im Alter von gerade einmal 20 Jahren erkrankte Helen schwer. Innerhalb von nur sechs Wochen war sie auf einen Rollstuhl angewiesen. Wochenlang war zunächst unklar, was die Ursache für ihre Lähmungen war. Schließlich gab es Hinweise auf eine Porphyrie, eine seltene Stoffwechselerkrankung, bei der Nervenschädigungen auftreten können. Für Helen und ihre Familie begann eine schwierige Zeit.
Doch Helen hatte ein Ziel: Sie wollte zurück aufs Pferd.
Das Reiten hatte ihr während ihrer Zeit im Rollstuhl besonders gefehlt. Mit viel Willenskraft, Therapie und intensivem Training kämpfte sie sich zurück. Sie schaffte es, wieder zu laufen und schließlich auch wieder im Sattel zu sitzen. Das Reiten half ihr dabei, ihr Gleichgewicht zurückzugewinnen. Schritt für Schritt führte ihr Weg schließlich in den Para-Dressursport und ins deutsche Team.
Sieben Jahre nach dem Beginn ihrer Erkrankung stand Helen nun in Aachen bei ihrer ersten Weltmeisterschaft im Viereck – gemeinsam mit ihrem Pferd Vulkan Vegas IB, genannt „Willi“.
Und dort zeigte sie, was in ihr steckt.


Bei ihrem ersten Start in Grade IV belegte Helen im Auftakt einen starken 8. Platz. Schon dieser Moment war etwas ganz Besonderes.
Doch es sollte noch besser kommen.
Gemeinsam mit Heidemarie Dresing, Regine Mispelkamp und Anna-Lena Niehues gehörte Helen zum deutschen Para-Dressur-Team, das sich in Aachen die Silbermedaille sicherte. Deutschland musste sich in der Mannschaftswertung lediglich dem Team aus den USA geschlagen geben.
Zum Abschluss wartete dann noch einmal ein ganz besonderer Moment: In der Kür von Grade IV zeigten Helen und ihr imposanter Fuchswallach Vulkan Vegas IB eine starke und ausdrucksstarke Vorstellung. Mit 78,005 Prozent sicherten sie sich die Bronzemedaille. 🥉
Damit endet Helens erste Weltmeisterschaft mit einer beeindruckenden Bilanz:
🥈 Silber mit dem deutschen Team
🥉 Bronze in der Kür Grade IV
🏅 8. Platz im Auftaktwettbewerb Grade IV
Für uns als RFZ ist es einfach schön, diesen besonderen Weg miterleben zu dürfen. Von den ersten Schritten zurück in den Sattel bis hin zum Start bei der Weltmeisterschaft in Aachen – Helen hat eindrucksvoll gezeigt, was mit Mut, Leidenschaft, Durchhaltevermögen und einer großen Liebe zum Pferd möglich ist.
Liebe Helen, wir gratulieren dir und Vulkan Vegas IB ganz herzlich zu diesem großartigen WM-Debüt! ❤️
Wir freuen uns riesig mit euch über diese besonderen Erfolge und sind gespannt auf alles, was noch vor euch liegt.
