Bericht über Frau Dr. Angelika Trabert / DMRMH

Hier gibt es den Bericht vom 21.08.2010 im ZDF über die Geschichte von Frau Dr. Angelika Trabert und die DMRMH in Bochum-Nord

Interview mit Bettina Eistel

DMRMH Bericht von Teilnehmerin Hannelore Brenner

Alle Reiter(innen) mit Handicap waren sich einig: Diese Deutschen Meisterschaften waren etwas ganz Besonderes und sie waren super!

Vom 09. bis 11. Juli 2010 fanden sie auf dem Gelände des RFZ Bochum-Nord zum insgesamt neunten Mal statt.

Trotz der extremsten Wetterbedingungen mit bis zu 38°C konnten die Reiter(innen) in fünf verschiedenen Startklassen, die abhängig von der Schwere der Behinderung immer unterschiedliche Dressuraufgaben beinhalten, zeigen zu welchen Leistungen Pferd und Reiter fähig sind. Die Zuschauer beobachteten gebannt, wie z.B. Dr. Angelika Trabert mit ihrer Stute Ariva-Avanti Lektionen in Harmonie und mit viel Ausdruck zeigte. Viele sogenannte “normale Reiter” können so nicht reiten, hörte man allerorts. Wo liegt nun der Unterschied? Dr. Angelika Trabert kam ohne Beine und mit an einer Hand nur drei Fingern auf die Welt. Sie reitet und steuert ihr Pferd nur über ganz präzise Gewichts- und Zügelhilfen. Das hindert sie nicht, mit einem ausgebildeten Pferd Traversalen, fliegende Wechsel und sogar Galopppirouetten zu reiten.

In einer anderen Startklasse reitet z.B. Bettina Eistel. Sie kam als Contergan-Kind ohne Arme auf die Welt. Für sie ist der Gebrauch ihrer Füße statt ihrer Hände etwas ganz Normales. So reitet Sie mit einer normalen Kandarenzäumung, wobei Sie die Trensenzügel mit den Zehen hält und den Kandarenzügel mit dem Mund. Nur wer selbst Reiter ist, kann ermessen, was für eine großartige Leistung es ist, eine Musikkür auf M-Niveau mit diesem Handicap zu reiten und dies so ausdrucksvoll, dass am Ende 78 % dabei rauskommen!

Alle Reiter(innen) haben unterschiedliche körperliche Behinderungen, die teilweise mit kompensatorischen Hilfsmittel, wie z.B. Spezialsätteln ausgeglichen werden können. Den allergrößten Teil gleichen allerdings die Pferde aus. Sie kompensieren fehlende Körperteile, Augen (es gibt auch erfolgreiche blinde Reiter, wie z.B. die Norwegerin Ann-Cecile Ore) und Lähmungen. Ganz oft sind es Pferde, die dem Druck des Regelsports nicht stand gehalten haben und die eine echte Aufgabe mit ihrem behinderten Reiter gefunden haben.

Und das braucht bei weitem nicht so viel Zeit wie man glauben könnte. Ein Beispiel ist Britta Näpel, die hier sehr erfolgreich mit Aquilina gestartet ist, einer 12-jährigen Zweibrücker Stute. Aquilina wurde Britta Näpel spontan zur Verfügung gestellt, nachdem ihr eigenes Pferd krankheitsbedingt ausfiel. Erst vor einer Woche hat Britta die Stute zum ersten Mal gesehen. Britta Näpel hat eine vergiftungsbedingte spastische Lähmung. Aquilina hat jedoch überhaupt kein Problem mit dieser Einschränkung und somit hat das Paar innerhalb einer Woche zu einer wirklich tollen Harmonie gefunden, die sie hier schon eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten.

Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung für die Reiter mit Handicap, sowie für alle, die sich in diesem Sport verantwortlich zeichnen. Die Deutsche Meisterschaft in den Mittelpunkt des Turniers zu stellen und quasi drumherum noch viele Prüfungen bis zur Klasse S zu platzieren unterstreicht den integrativen Gedanken, den dieser Sport schon seit langer Zeit verfolgt. Der Dachverband, das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reitern, hat mit diesem Sport die Möglichkeit, in der Öffentlichkeit bekannter zu werden und somit für alle Bereiche des Therapeutischen Reitens zu werben.

Der Co-Bundestrainer der Dressurreiter mit Handicap Dirk Mülot initiierte zusammen mit Herrn Hermann Erver, dem Vorsitzenden des RFZ Bochum-Nord diese integrative Deutsche Meisterschaft. Mit viel Liebe zum Detail, sehr viel Know How und Professionalität brachte Herr Erver mit seiner Mannschaft dann diese DM auf den Weg. Begleitet von viel Öffentlichkeitsarbeit haben die Dressurreiter mit Handicap hier eine Bühne gefunden, auf der sie hochkarätigen Sport vorstellen konnten. Jeder Reiter hat seinen eigenen Weg gefunden, mit seinem Handicap umzugehen. Trotzdem ist es viel leichter, wenn es Menschen wie Herrn Erver gibt, die ihnen uneigennützig den Weg ebnen.

Am Ende dieser Meisterschaft werden die fünf Reiter benannt, die Ende September zu den Weltreiterspielen nach Kentucky fliegen dürfen.

Die Equipechefin Britta Bando, der Bundestrainer Bernhard Fliegl, der Co-Trainer Dirk Mülot, die Mannschaftsärztin Dr. Sabine Staemmler-Kienzle, die Mannschaftstierärztin Beradette Unküer und die Physiotherapeutin Anne-Catrin Thielen haben die letzten drei Tage genutzt und sich alle Ritte genaustens angeschaut. Sie griffen dem einen oder anderen Reiter in ihrer Funktion unter die Arme, waren immer offen für ein Feed-back und werden es sich ganz sicher nicht leicht machen, die Mannschaft zu benennen.

Gilt es doch, zum allerersten Mal vollständig gleichberechtigt mit allen anderen Reitsportdisziplinen bei den Weltreiterspielen dabei sein zu können. Dies ist ein echter Meilenstein für den Sport, der nur möglich geworden ist, weil vorher viele kleinere Schritte gemacht wurden, wie z.B. die Ausrichtung dieses tollen Turniers.

Vielen Dank dafür von allen Reitern!

Hanne Brenner, 11.07.2010

Pfingstturnier 2010

Auch in diesem Jahr war das traditionelle Reitturnier am Pfingstwochenende wieder ein voller Erfolg. Im Turnierwahnsinn von 5 Tagen gaben dem RFZ Bochum-Nord 1975 e.V. viele „kleine“ und „große“ Reiter die Ehre. Dank der vielen fleißigen Helfer konnte das umfangreiche Programm erfolgreich bewältigt werden.
Mit sagenhaften 4000 Nennungen und 3000 Pferden, ritten und sprangen die Teilnehmer in 49 Prüfungen um die Platzierungen und sprengten so mühelos den Rekord vom Vorjahr.

Sowohl Reiterwettbewerbe für die Kleinen, „Jump&Dog“ für Jedermann als auch die Dressur- und Springprüfungen bis zur schweren Klasse sorgten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und zogen  bei sonnigem Wetter viele Besucher an.

Insgesamt war das Turnier nicht nur reiterlich sondern auch vom Ablauf her als sehr gelungen zu bezeichnen und sowohl Besucher als auch Reiter fühlten sich auf der toll hergerichteten  Reitanlage rundum wohl.

Hallen Late Entry 09.03.2010

Das dritte Reitturnier in diesem Jahr 2010 beim RFZ Bochum Nord war ein reines Springturnier für die Reiter mit jungen Pferden.Springpferdeprüfungen der Klasse A und L sowie L-Springen ein Youngster M ein M” und ein M”" rundeten das Programm ab.Neben so bekannten Namen wie Christian Ahlmann,Eva Deimel gingen auch viele regional bekannte Reiter an den Start.Das Nennungsergebniss der vergangenen Turniere konnte auf Grund der kalten Temperaturen nicht ganz erreicht werden.

Zweites Hallenturnier des Jahres schon fast traditionell ein Hallengeländerit

Das dritte Mal veranstaltet der RFZ Bochum Nord in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Vielseitigkeit ein Hallengeländeritt.Dieses Jahr etwas früher terminiert als in den vergangenen Jahren als erstes einer Reihe von Turnieren.Das Nennungsergebniss konnte erneut verbessert werden.An zwei Tagen hatten die Buschreiter 240 Startmeldungen abgegeben.Durch das eisige Wetter wurde leider die Startbereitschaft nicht wie in Vergangenheit erreicht.Am Samstag starteten die Reiter in WBO Prüfungen vom Caprilli Wettbewerb bis zur Hunterklasse.
Am Sonntag folgten die Ritte nach LPO bis zur Klasse A.
An beiden Tagen hatten die beiden Parcoursaufbauer Robert Basel und Dirk Mühlot einladende und flüssig zu reitende Kurse aufgebaut ,die von den Reitern und Pferden gerne angenommen wurden.

Erstes Turnier in 2010 Late Entry erstmals mit E/A Dressur

Gleich nach dem Jahreswechsel am 16. Januar eröffnet der RFZ Bochum-Nord seine Turniersaison mit einem Hallen Late Entry.
Erstmals fanden neben den Springprüfungen auch Dressurprüfungen der Klasse E/A statt.Trotz der eisigen Temperaturen war die Halle mit Teilnehmern und Zuschauern gut gefüllt.Schnell wurde die Aussenanlage und die Parkflächen noch eisfrei gemacht und so konnte das Turnier erfolgreich über die Bühne gebracht werden.

Late Entry Springturniere gut besucht

Am Samstag den 31.10.2009 startet der RFZ Bochum-Nord in seine Hallensaison. Am Samstag gibt es ca. 450 Starts von der Stilsprinprüfung der Klasse A ab 8.00Uhr bis hin zum M-Springen am Abend gegen 20.00Uhr. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt und Zuschauer sind herzlich willkommen.
Gleich am Dienstag geht es weiter. Dann beginnen die Reiter mit ihren Jungen Pferden ebenfalls gegen 8.00Uhr mit einer Springpferdeprüfung der Klasse A und der Tag endet dann mit einem M Springen.

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